Schwimmteiche: Natur ohne Desinfektionsmittel
Wer im Sommer nicht in einem öffentlichen Schwimmbad bzw. Freibad seinem Wasservergnügen nachgehen möchte, kann dies auch in Schwimmteichen finden – sofern er nicht selbst einen im heimischen Garten besitzt.
Schwimmteiche sind nicht dasselbe wie Freibäder und unterscheiden sich auch von den allseits beliebten Baggerseen. Ein Schwimmteich ist der Natur nachempfunden. Das bedeutet, er ist künstlich angelegt, aber trotzdem rundum mit Grün bewachsen und als naturnaher Teich gedacht. Baggerseen sind oft mit Warnschildern oder Badeverboten versehen, auch wenn dann das Baden dort toleriert wird. Sicherheiten werden jedoch keine gewährt und auch eine Pflege der “Strände” ist nicht vorgesehen. Ein Schwimmteich dagegen ist speziell zum Wasserspaß freigegeben, oft sind Wasserrutschen für die Kinder aufgestellt oder hölzerne Bohlen führen zum Springvergnügen bzw. als Anlegestelle für Boote weiter auf den See hinaus.
Wie in einem Schwimm- oder Freibad wird das Wasser in einem öffentlichen Schwimmteich aufbereitet, um das Wachstum von Keimen und Bakterien zu verhindern. Die gute Wasserqualität ist ein deutlicher Unterschied zu Baggerseen. Doch hier wird nicht mit Chlor gearbeitet, sondern mit Bakterienkulturen bzw. durch eine höhere Verdünnung der Wassermenge, die zum Baden freigegeben ist. Pflanzen übernehmen ebenfalls einen Teil des Abbaus von Schadstoffen. Daher ist es notwendig, den Bereich der Wasseraufbereitung und den für die Schwimmer getrennt zu halten. Ein Pumpensystem sorgt für den nötigen Ausgleich, zur Unterstützung können auch Filter eingesetzt werden. Da Verantwortliche ebenfalls davon ausgehen, dass sich auch im freigegebenen Bereich Keime durch natürlichen Abbau verringern, richtet sich die Anzahl der erlaubten Badegäste nach Berechnungen, die unter anderem die Wassermenge des Badesektors in die Überlegungen miteinbeziehen.
Schwimmteiche müssen einige Voraussetzungen erfüllen und außerdem den Auflagen der Gemeinden genügen, auf deren Grund und Boden sie eingerichtet werden sollen. Für Kleinkinder ist eventuell eine traditionelle Wasseraufbereitung sicherer. U.a. muss die Ufergestaltung und die Verlegung von Kabeln und Rohren abgestimmt

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